Mieten FAQ

Eine Mieterhöhung muss immer schriftlich erfolgen und zwar von allen Vermietern. Mündliche oder telefonische Mieterhöhungen reichen nicht aus.

An alle Mieter, die im Mietvertrag eingetragen sind. Dies gilt auch, wenn z.B. einer der Mieter aus der Wohnung ausgezogen ist, ohne dass er aus dem Mietvertrag entlassen worden ist. So muss zum Beispiel bei Ehepaaren oder Mitgliedern einer Wohngemeinschaft die Mieterhöhungserklärung an alle Mieter adressiert sein.

Nach Einzug in die Wohnung oder nach der letzten Mieterhöhung auf die ortsübliche Vergleichsmiete müssen mindestens zwölf Monate liegen, sonst ist die Erhöhung unwirksam. Die Mieterhöhung ist also erst zulässig, wenn die Miete für mindestens zwölf Monate unverändert geblieben ist.

Der Vermieter muss begründen, dass die von ihm verlangte Miete ortsüblich ist. Er kann sich dabei auf einen Mietspiegel, eine Mietdatenbank, ein Sachverständigen-Gutachten oder auf drei Vergleichswohnungen berufen. Hilfreich kann hier auch unsere Wohnmarktanalyse sein. Zu beachten ist in jedem Fall das Mietrecht.

Ja, das Gutachten muss im vollen Wortlaut der Mieterhöhung beigefügt sein. Es muss von einem vereidigten und bestellten Sachverständigen stammen. Auch hier gilt: Wenn möglich, immer mit den Werten des Mietspiegels vergleichen. Die Zahlen eines qualifizierten Mitspiegels muss der Vermieter auch hier als Vergleich mit angeben.

Beim Mieterverein oder den zuständigen Gemeinden erhalten Mieter einen Mietspiegel und können so prüfen, ob der Vermieter die Wohnung nach Lage, Baujahr, Ausstattung, Größe usw. richtig eingruppiert hat. Bei Preisspannen kann vom Mittelwert ausgegangen werden. Wenn der Vermieter eine höhere Miete verlangt, als sie dem Mittelwert des Mietspiegels entspricht, muss er dies besonders begründen. Leider gibt es in einigen Gemeinden keinen Mietspiegel, obwohl das eigentlich gesetzlich festgeschrieben ist.

Ja, aber oft sind Vergleichswohnungen nicht vergleichbar und außerdem überteuert. Ist ein Mietspiegel vor Ort vorhanden, muss dieser immer zum Vergleich mit herangezogen werden. Der Vermieter ist verpflichtet, die in einem qualifizierten Mietspiegel enthaltene ortsübliche Vergleichsmiete in dem Mieterhöhungsverlangen mit anzugeben, wenn er die Mieterhöhung auf die Angabe von Vergleichswohnungen stützt.

Was ich Euch noch sagen wollte:

Hallo liebe Nutzer,

Das iib-Institut verfügt über keine eigene Rechtsabteilung. Alle Angaben auf dieser Seite sind daher ohne Gewähr und können keine gängigen rechtlichen Grundlagen des Mietrechts außer Kraft setzen. Sie dienen lediglich als erste Anhaltspunkte, um Euch den Überblick zu erleichtern. Ich bitte Euch das jederzeit zu beachten.

Vielen Dank,

Euer Willy vom Wohnpreis.de-Team

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